Donnerstag, 08.08.2019

Tagesfahrt  ins  Weserbergland  zur Hämelschenburg, nach Hameln und zum Damenstift  Fischbeck

Bernhard Beining, Tel. 02522-831565
Wolfgang Haschke, Tel. 02522-2706 

 

 

Kosten:  36 €  ( Fahrt, Eintritte, Führungen, Gelegenheit zur Einkehr )

 

08.00Uhr  Busabfahrt ab Hallenbad, Weitkampweg 1 in Oelde

 

Anmeldungen erforderlich bis  11.07.

 

Die Hämelschenburg

 

Das erste Ziel unserer Tagesfahrt gilt dem Schloss Hämelschenburg, gelegen in einem idyllischen Tal nahe der Weser. Es ist ein Wasserschloss in Emmerthal zwischen Hameln und Bad Pyrmont. Die Kunstsammlungen, Gartenanlagen, eine Wassermühle, die Wirtschaftsgebäude sowie die Kirche stellen ein Hauptwerk der Weserrenaissance dar. Reich verzierte Giebel, Treppentürme, zahlreiche Dachgauben und imposante Wasserspeier machen das Schloss zu einem einzigartigen Bauwerk.

 

schloss-haemelschenburg.de
schloss-haemelschenburg.de

Die Besichtigung der Innenräume erleben wir in einer ca. 1½-stündigen Führung.

 

Der Name der Burg geht zurück auf die Anfang des 15. Jhts. errichtete Hemersenburg der Grafen von Everstein. Der Name leitet sich ab aus „Herrmann [von Everstein] sin Burg“. Aus „Hemersenburg“ wurde später „Hämelschenburg“. Sie ging bereits 1437 in den Besitz des noch heute hier anwesenden Rittergeschlechts von Klencke über. In einer Fehde 1487 zerstört, wurde sie von der Familie von Klencke wieder aufgebaut. 1544 wiederum fiel sie einem Brand zum Opfer. Jürgen von Klencke und seine Frau Anna von Holle errichteten nach 30-jähriger Bauzeit 1588 an tiefergelegener Stelle ein neues Wasserschloss. Es ist seitdem bis heute vollständig erhalten geblieben. Wagemut, glückliche Umstände und ein geschicktes Taktieren der Eigentümerfamilie im 30jährigen und 7jährigen Krieg haben es vor Zerstörungen weitgehend bewahrt.

 

Unmittelbar in Schlossnähe befindet sich die Kapelle St. Marien, die wir ebenfalls besichtigen. Die Kirche wurde 1563 auf alten Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet.

 

 

Imbiss im Schlosscafé (nach Vorbestellung)

 

hameln.de.
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Rattenfängerstadt  Hameln

 

Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Stadt Hameln an der Weser. Sie erstand an der Stelle eines günstigen Weserübergangs, wo im frühen Mittelalter die Reichsabtei Fulda ein Benediktinerkloster gegründet hatte. Die ersten Ortsnamen bezeichneten den Ort als „Hamela“ oder „Hameloa“. Um 1260 gelangte die Stadt aus der weltlichen Oberhoheit Fuldas in die des Bischofs von Minden, der bereits ihr geistliches Oberhaupt war. Im Jahr 1277 wurden der Stadt mit einem Privileg ihre Stadtrechte zurückgegeben.

Weltbekannt wurde Hameln durch den in der Rattenfängersage.

 

Wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstand die Hamelner Stadtbefestigung als eine umge­bende, etwa 9 Meter hohe Stadtmauer mit Mauertürmen und Stadttoren. 1426 wurde Hameln Mitglied der Hanse, welcher es bis 1572 angehörte. 1540 wurde die Reformation eingeführt. Bürgermeister und Rat der Stadt unterzeichneten 1580 die lutherische Konkordienformel von 1577.

 

Im 16. Jahrhundert erfolgte ein wirtschaftlicher Aufstieg, der bis zum Dreißigjährigen Krieg anhielt. Im Wettstreit der reichen Kaufmannschaft mit dem Landadel entstanden in dieser Zeit die prächtigen Bauten der Weserrenaissance, die das Stadtbild noch heute in der Altstadt schmücken.

 

hameln.de.
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Wir lernen die historische Altstadt bei einem ca. einstündigen geführten Rundgang kennen, der an prachtvollen Patrizier- und Bürgerhäusern aus der Blütezeit Hamelns im 16. Jdt., wie etwa dem berühmten Hochzeitshaus, vorbeiführt.

 

Nach einer kurzen Zeit zur freien Verfügung brechen wir zur letzten Station, der Besichtigung des Damenstifts im 7 Kilometer entfernten Fischbeck auf.

 

 

Das Damenstift Fischbeck

Im Jahr 955 von der Edelfrau Helmburgis gegründet, war es ein Stift für Damen des Adels. Dies zeigt sich besonders in der reichen Ausschmük­kung der Stiftskirche mit dem berühmten Fischbecker Wandteppich aus dem Jahr 1583.

Stift Fischbeck ist mit seiner unverfälscht erhaltenen romanischen Bauform und der Geschlossenheit seiner Anlage mit Kreuzgang ein großartiges Beispiel mittelalterlicher Klostertradition. Die Stiftskirche hat ihren Ursprung im frühen 12. Jahrhundert als dreischiffige flachgedeckte Kreuzbasilika mit Westriegel und einer dreischiffigen Hallenkrypta.

stift-fischbeck.de
stift-fischbeck.de

1903 ermöglichten ein Geschenk Kaiser Wilhelm II. in Höhe von 20.000 Mark sowie zahlreiche andere Spenden eine umfangreiche Renovierung. Zur Einweihung der renovierten Kirche 1904 kamen Kaiser Wilhelm II und die Kaiserin. Dabei übernahm er die Schirmherrschaft über das Stift. 1909 wurde der Besuch wiederholt.

 

17.30 Uhr Rückfahrt
19.30 Uhr geplante Ankunft in Oelde
Kleine Änderungen vorbehalten