Dienstag, 04. September 2018

Halbtagesfahrt Altenberge Betriebsbesichtigung Fa. At-Zweirad GmbH (Velo de Ville) und Museum Eiskeller

Mittags fuhren  61 Teilnehmer vor dem Mittagsschlaf in Richtung Münster um uns die neuesten Fahrräder und Neuheiten anzusehen.
Vor ca. 50 Jahren wurde die Fa. gegründet. Von einem Großhandel für Hollandräder und Mofas  zu einem Mittelständigen Betrieb wo jedes Rad individuell nach Kundenwunsch hergestellt wird. Das bedeutet eine Auswahl zwischen 15 Farben glänzend oder matt unterschiedlichen Rahmen, verschiedenen Motoren, Schaltungen, Gepäckträger, Sättel, Beleuchtungen und verschiedenen Reifen eine Auswahl die eine Endscheidung nicht immer leicht macht.
Mittlerweile werden in einer 9000 m² großen Halle an der B54 produziert. An drei Montagebändern werden bis zu 250 Räder am Tag individuell nach Kundenwunsch hergestellt. Mit den zwei Pulverbeschichtungsanlagen ist die Fa. Velo-de-Ville in der Lage diese vielen Farben auf den Rahmen aufzubringen. Auch das soziale Engagement spielt in dieser Firma eine große Rolle, so arbeiten hier mehrere Mitarbeiter mit Handicap in der Fertigung. Wir bedankten uns und fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel den Eiskeller in Altenberge.
in  3 Gruppen besichtigten wir den größten Eiskeller Europas den die Gebrüder Beuing um 1860 für ihre Brauerei bauen ließ. Nach einer theoretischen Einführung und einem kurzen Film über das Leben der Eisbauern die mit Hilfe von Sägen und Eisharken die dicken Eisbrocken „ernteten“ und mit dem Pferdewagen zum Eiskeller brachten, stiegen wir über Wendeltreppen durch kühle Kellergewölbe über drei Etagen in einem 8 Meter hohen kirchenschiffartigen Raum hinab. Durch zwei Öffnungen der Decke wurde das kleingekackte Eis in den Keller geworfen wo es sich bis zu 2 Jahren in der Anlage hielt. Gleich drei solcher Eishallen bildeten den Eiskeller in Altenberge, dazwischen befanden sich die Gär- und Lagerräume für das Bier. Das Zeugnis vergangener Zeiten steht seit 1996 unter Denkmalschutz nachdem ihn der Heimatverein in mühevoller Arbeit renoviert hat.  Außerdem überwintern in einer versteckten Ecke des Gewölbes  stark gefährdete Wasser- Fransen- und Langohrfledermäuse. So lernten wir ein schützendes Baudenkmal kennen und die Zeiten in denen ein eisgekühltes Getränk noch harte Knochenarbeit bedeutete.
Nach vielen neuen Eindrücken wurde der Tag mit einem schönen Abendessen im Restaurant „Zum neuen Herd“ der Fam. Echterhoff beendet.
Text und Fotos: Theo Elbracht